Graff Zitate und kurze Verse

- Sigmund Graff (1898 - 1979) -

Herkunft: Roth (bei Nürnberg), Deutschland

Sigmund Graff war ein deutscher Schriftsteller und Dramatiker.

Sigmund Graff wurde als Sohn eines Rechtsanwalts und Bürgermeisters von Roth geboren. Nach seiner Schulausbildung meldete er sich 1914, inspiriert durch die Schlacht von Langemarck, als Freiwilliger für den Ersten Weltkrieg und brachte es bis zum Offizier. Nach Ende des Krieges begann er ein Studium der Nationalökonomie und arbeitete nebenbei journalistisch im Erzgebirge.

Zwischen 1924 und 1933 war Graff Mitarbeiter von Franz Seldte im Stahlhelm, gleichzeitig war er Redakteur der gleichnamigen Parteizeitung. 1926 publizierte er unter dem Pseudonym C.E. Hintze das Buch „Die endlose Straße“, in dem seine Erlebnisse im Ersten Weltkrieg verklärend dargestellt wurden. Zwischen 1930 und 1936 stellten sich daher auch erste große Erfolge im In- und Ausland ein, darunter in Österreich und Italien. wegen seiner militärkritischen Grundaussage war die Aufführung des Stückes ab 1936 im Deutschen Reich verboten.

Nach 1945 wehrte sich Graff vehement dagegen, mit dem NS-Regime in Zusammenhang gebracht zu werden. Im Spruchkammerverfahren 1948 ging Graff als „Entlasteter“ hervor, der noch im selben Jahr seine Arbeit als freier Schriftsteller wieder aufnehmen konnte.

Wegen angeblich einseitiger Darstellung seiner NS-Vergangenheit ging er mehrfach vor Gericht. Seine Klage gegen den Kröner Verlag wurde 1963 vom Oberlandesgericht München stattgegeben, zwei Jahre später, 1965, verlor er das Revisionsverfahren.

Sigmund Graff verstarb 1979 im Alter von 81 Jahren in Erlangen.

 
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