Valéry Zitate und kurze Verse

- Paul Ambroise Valéry (1871 - 1945) -

Herkunft: Sète, Frankreich

Paul Ambroise Valéry war ein französischer Lyriker, Philosoph und Essayist.

Nach einer Kindheit in der kleinen südfranzösischen Hafenstadt Sète verbrachte Valéry seine Jugendjahre in Montpellier und studierte, als Sohn eines höheren Beamten, dort auch Jura. Da er schon seit vielen Jahren Gedichte schrieb, ging er 1894 nach Paris, wo er André Gide und vor allem Stéphane Mallarmé kennenlernte, der ihm zum Vorbild wurde. 1896/97 arbeitete er bei einer Presseagentur in London. 1897 erhielt er eine Anstellung als Redakteur im Kriegsministerium, wo er unter anderem eine längere Studie über die Gefahren des deutschen Expansionismus anfertigte. Anschließend arbeitete er kurz bei der Nachrichtenagentur Agence Havas. 1900 wurde er Privatsekretär bei einem Wirtschaftsmagnaten, bis er wenig später von seinen Einkünften als freier Schriftsteller leben konnte. Im selben Jahr heiratete er Jeannie Gobillard, eine Nichte der Malerin Berthe Morisot. Aus dieser Ehe gingen die Kinder Claude, Agathe und François hervor.

Um 1920 galt er als der größte französische Lyriker seiner Zeit und genoss hohes Ansehen auch im übrigen intellektuellen Europa. 1923 wurde er zum Chevalier de la Légion d’honneur (d. h. Ritter der Ehrenlegion) ernannt. 1925 wurde er in die Académie française aufgenommen und 1937 mit einer wohldotierten Professur für Poetik am Collège de France ausgezeichnet.

Er ist in seiner Geburtsstadt Sète begraben, wo sich auch ein kleines Valéry-Museum befindet.

Valéry war wohl der letzte Autor in Frankreich, der auskömmlich von Lyrik leben konnte, in seinem Fall von seinem Status als eine Art Dichterfürst, der auch mit gut bezahlten Auftragsarbeiten von Verlagen und Zeitschriften bedacht und häufig zu Vorträgen und Lesungen eingeladen wurde. Nach ihm sank die ein Jahrhundert lang so erfolgreiche Gattung Lyrik in Frankreich zu einer eher marginalen Gattung ab.

 
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